Berichte der Gruppe


„Das schaffe ich ja nie“, mit diesen Worten betritt Ana-Maria die Kletterhalle des DAV in Preungesheim. Sie scheint sichtlich beeindruckt von der Höhe des Gebäudes und davon, dass es tatsächlich Menschen gibt, die mit Klettergurt und Seil in eben diese hinaufsteigen wollen. Ihr Interesse an der sportlichen Herausforderung ist geweckt. Wer Ana Maria kennt, kann dies an ihrem verschmitzten Lächeln ablesen.


Bei den KLETThERAPIE-Kursen jedenfalls. Ein teilnehmender Vater berichtet:

Heute ist wieder Freitag, und ich kann es kaum abwarten, bis es 16:00 Uhr ist. Dann gehe ich nach Kelkheim in die Kletterhalle und treffe dort wunderbare Menschen, die ich seit gut zwei Jahren kenne. Als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal in Kelkheim war und zum ersten Mal klettern wollte, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Aber als ich die beruhigenden Anweisungen des Betreuers Harry hörte, hatte ich ein gutes Gefühl, und dann wusste ich, dass ich in absolut sicheren Händen war.


Das vergangene Jahr war für die KLETThERAPIE-Abteilung vor allem durch noch mehr Aktivität und eine dringend notwendige Verstärkung des Organisations-Teams geprägt. Wie im MB 1, 2019 bereits angekündigt, hat Ting Chen neu eingerichtete Kurse im Kletterzentrum Frankfurt übernommen. Inzwischen hilft er auch tatkräftig und federführend bei der Pflege unserer Homepage. Zusätzliche Kurse im Sportpark Kelkheim übernahmen ebenfalls Philipp Gettler und Gaby Dudda.


Ich bin jetzt 64 Jahre und lebe seit 11 Jahren mit den Folgen der GBS. / Guillain-Barré-Syndrom. Nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.


Wenn ein 40-jähriger Familienvater, bei dem vor mittlerweile 17 Jahren Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, auf der Suche nach einer regelmäßigen Freizeitbeschäftigung mit seinen beiden Kindern (5 und 7 Jahre) ist, kommt einem spontan so einiges in den Sinn: Musizieren vielleicht, ins Kino gehen oder zum Malkurs. Irgend-etwas, was körperlich nicht anstrengend ist. Aber Klettern? Besser nicht!


Vor fünf Jahren habe ich mit dem Klettern begonnen. Bei der KLETThERAPIE bin ich allerdings noch sehr neu: Letzten Sommer half ich bei ein paar Terminen, aber erst seit dem Herbstkurs 2018 bin ich richtig dabei.


Klettern für Menschen mit Handicap ist in unserer Sektion schon längst zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Aktivitäten geworden. Das war nicht immer so. Mit dem ersten Kurs im Herbst 2010 gehörten wir zu den ersten, die im Deutschen Alpenverein diese Idee umsetzten. Inzwischen bieten wir praktisch das ganze Jahr über Kurse und ergänzende Trainings an. Idee und Methodik wurden inzwischen von mehreren anderen DAV-Sektionen übernommen.


Zum 20. Mal fanden sich in diesem Jahr in Karben-Petterweil Menschen zusammen um gemeinsam eine Woche Sommerurlaub im Hessischen Johanniter Sommerlager zu verbringen. Manche aus dieser Runde haben körperliche und/oder geistige Behinderungen. Andere sind dabei um diesen, ganz besonderen Menschen, eine Woche zur Seite zu stehen. Eine Woche mit vielen Unternehmungen und einem ganz besonderen Highlight: die KLETThERAPIE.


Mein Name ist Melanie Michels und ich arbeite bei der gemeinnützigen Organisation MainLichtblick e.V.
Unter dem Motto „Kinderträume werden wahr“ zaubern wir körper-lich beeinträchtigten, schwer kranken oder traumatisierten Kindern und Ju-gendlichen im Alter von bis zu 18 Jahren in der Metropolregion Rhein-Main Lichtblicke in ihren oftmals schwierigen Alltag und schenken ihnen damit Freude und neuen Le-bensmut. So konnten wir in diesem Jahr bereits knapp 100 Lichtblicke gestalten.


Leitung: Monika Gruber
Vertreter: Wolfram Bleul
Vertreter: Jürgen Lilischkies

Nach dem Ausscheiden von Georg Gröger übernimmt unser erfahrener Betreuer der KLETThERAPIE Jürgen Lilischkies die Vertretung im Organisationteam und organisiert die Kurse der KLETThERAPIE im DAV Kletterzentrum Frankfurt. Wir danken Georg für seine langjährige Mitarbeit und Organisation der Kurse der KLETThERAPIE im DAV Kletterzentrum Frankfurt. Er hat jetzt die Gruppe „Vertikal Gemeinsam“ aufgebaut, es ist ein Zusammenschluss von Sektionsmitgliedern mit und ohne Handicap zum Klettern.

Monika, Wolfram und Jürgen