Berichte der Gruppe


Unser Ausflug in die DAV-Kletterhalle neigt sich dem Ende zu. Theo* sucht sich zwei Routen aus, denn er möchte unbedingt noch einmal neben Marius* klettern. Es finden sich sofort zwei Sicherer von den Betreuern der KLETThERAPIE, die diesen Wunsch erfüllen möchten. Denn heute ist Theo zum ersten Mal geklettert. Er hat Höhenangst und traut sich dennoch immer wieder an die Wand. Aus einem Meter Kletterhöhe steigert er sich neben seinem Kumpel Marius und durch die herzliche Betreuung der Helfer, die ihn im Selbstvertrauen stärken, zu sieben Metern Kletterhöhe.


Ergänzend zu dem laufenden Kurs haben wir im ersten Quartal 2018 die Eltern der Kinder mit Handicap weiter intensiv im Sichern geschult. Die beteiligten Familien können nach diesem Training ihr Können völlig selbstständig in dem schon bestehenden „KLETThERAPIE-Treff“ anwenden. Damit wird die Nachhaltigkeit unserer Kurse gesichert.


Praktisch ohne Pause war so gut wie jede Woche etwas los. Hier die – unserer Meinung nach – beachtliche Bilanz:


Nach mehr als drei Jahren des „Betreuten Kletterns für Erwachsene mit Handicap“ wollte das Organisationsteam in diesem Sommer den Teilnehmern etwas Besonderes anbieten. Am ersten Freitag im August sollte statt des Üblichen Kletterns im Kletterzentrum Frankfurt ein Sommerevent an den Eschbacher Klippen stattfinden.


Es war ein Tag des großen Aufgebots für unsere KLETThERAPIE-Gruppe und ein Tag der großen Gefühle für die Teilnehmer an einem Klettertag, den die Organisatoren des Johanniter Sommerlagers   im Rahmen einer Ferienfreizeit für behinderte Menschen aus ganz Deutschland organisiert hatte. Sie waren mit 22 Teilnehmern, ebenso vielen Betreuern und noch einigen Organisatoren angerückt.


Aufmerksam geworden durch einen in der FAZ vom 6.4.2017 erschienen Bericht,  kam jetzt ein Team von RTL Regional, um einen Bericht über unsere KLETThERAPIE zu produzieren. Es war ein regulärer Trainingstag für die Gruppe von Caritas; nur zusätzlich hatten wir Can, seine Schwester Yonca und Roman eingeladen, drei schon erfahrene Kinder aus unserem Kelkheimer Kurs.


Der KLETThERAPIE-Kurs „Betreute Klettern für Erwachsene mit Handicap“ wird nunmehr im vierten Jahr angeboten, so mancher der aktuellen Teilnehmer ist schon seit dem ersten Kurs Anfang 2014 dabei. In jedem Halbjahr sind etwa 14 bis 16 Personen als Teilnehmer angemeldet, der Kurs somit für alle Beteiligten ein voller Erfolg.


2016, also im siebenten Jahr seit der Gründung,  ist unser „Klettern mit Handicap“ weiter gewachsen. Die angebotenen Kurse und Einzeltermine waren ausgebucht, sowohl in Frankfurt wie auch in Kelkheim. An beiden Standorten bieten wir jetzt ganzjährig KLETThERAPIE an Schwerpunkte sind dabei die jeweils im Frühjahr und Herbst laufenden 7-wöchigen Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene.


Ja, warum bieten wir eigentlich Klettern für Behinderte an, so etwas gab es früher doch auch nicht. Behinderte gab es früher weder auf Bergtouren noch an Kletteranlagen, sondern sie waren nur dort, wo sie – scheinbar – hingehörten, in betreuten Einrichtungen.